Sonntag, 19. Oktober 2014

100 mal 'Freitag' spielen - Partie 1

Heute fiel der Startschuss für meine 100-mal-spielen-Challenge. Bevor ich aber nun meine erste Partie rekapituliere, möchte ich noch ein paar Worte über Auswahl des Spiels verlieren. 

Im Rahmen dieser an mich selbst gestellten Herausforderung fiel meine Wahl auf das kürzlich von mir präsentierte Freitag. Zwar kenne und spiele ich es schon eine ganze Weile, doch habe ich so meine Schwierigkeiten damit, die Level 3 und 4 zu erreichen. Aus diesem Grund scheint es mir überaus geeignet dafür festzustellen, ob sich mein Spielverständnis (und damit im Idealfall auch das Spielergebnis) verbessert. Sollte sich am Ende eine ich nenne sie mal 'steigende Leistungskurve' beobachten lassen, denke ich, dass man das Experiment als geglückt ansehen kann. 
Warum nun aber ausgerechnet Freitag? Nun, es ist einfach das erste Mal, dass ich eine derartige Challenge durchführe und möchte mich daher zunächst an die ganze Sache herantasten. Zwar habe ich keine Zeitvorgabe, an die ich mich halten müsste, doch würde ich die 100 Spiele gerne in einem überschaubaren Zeitfenster absolvieren. Bei einem Solitärspiel wie diesem habe ich diesbezüglich den Vorteil, selbst bestimmen zu können, wann ich mich daransetze - egal, ob nun kurz nach dem Frühstück oder abends um halb Elf. Darüber hinaus ist Freitag auch kein Merkspiel, das heißt, dass praktisch alle Informationen, die offen zugänglich sind, auch jederzeit eingesehen werden können - was die Spielanalyse vielleicht etwas durchschaubarer und das Spiel selbst bis zu einem gewissen Grad planbarer macht.

Die ersten Notizen


Spiel 1
Level: 1
Pirat 1: 52 Gefahrenpunkte; jede Ausgelegte Kapfkarte zählt zusätzlich +1 Kampfpunkt
Pirat 2: 22 Gefahrenpunkte; nur die Hälfte der aufgedeckten Kampfkarten zählt
Ergebnis: Niederlage
Punkte: 21 (37 Kampfpunkte, 2 Tollpatschkarten = -10 Punkte, 1 besiegter Pirat = 15 Punkte, 0 Lebenspunkte, 7 unbesiegte Gefahrenkarten = -21 Punkte)

Nachdem feststand, welchen Piraten ich am Ende gegenüberstehen würde, war mein erster Gedanke: Am besten so viele Karten wie möglich sammeln (beim ersten Piraten zählen schließlich sogar die 0er-Karten beim Endkampf plus 1) und möglichst wenig Lebenspunkte verlieren, um beim zweiten Bösewicht oft nachziehen zu können. Mein zweiter Gedanke war: Sollte das nicht eigentlich immer das Ziel sein? Hm, egal, einen anderen Plan hatte ich nicht, also einfach mal losgespielt.
Als mein Robinsonstapel zum ersten Mal durchgespielt war, hatte ich bereits alle fünf "-1"-Karten ins Jenseits befördert. Der Wiederaufbau des Decks verlief dagegen eher schleppend, meist nur 1-3 Karten Gewinn pro Durchlauf. Erst nachdem ich von der grünen in die gelbe Phase übergegangen war, konnte ich meinem Deck ganze 7 Karten hinzufügen, am Ende waren es insgesamt 31 (inklusive 2 Tollpatschkarten). Aber so gut es auch mit dem Sammeln von Karten lief: der arme Robinson musste ganz schön Lebenspunkte einbüßen. Von anfänglich 20 waren es nach der grünen Phase zwar noch stabile 17, doch dann kam der Einbruch auf 5 (nach der gelben Phase) und am Ende der roten Phase war es nur noch ein einziges Pünktchen. Überraschenderweise gelang es mir dennoch den ersten Piraten in die Flucht zu schlagen und auch den zweiten hätte ich beinahe auf den Grund des Meeres befördert - nur einen mickrigen Kampfpunkt mehr hätte ich gebraucht, um den Sieg davonzutragen! Ich wollte es nicht glauben, aber selbst nach dreimaligem Nachzählen, änderte sich das Ergebnis nicht: Niederlage! Wegen einem Punkt... 


Gewonnene Erkenntnisse


Ich glaube, mein anfänglicher Plan von wegen Karten und Lebenspunkte horten war der richtige Ansatz. Sich von Anfang an auf die Piraten einzustellen, kann demnach nicht ganz falsch gewesen sein. Allerdings konnte ich mein Vorhaben leider nur zur Hälfte durchsetzen. Eine Handvoll hölzerner Palmenblätter mehr am Ende und ich hätte den Sieg in der Tasche gehabt. Vorsatz für mein nächstes Spiel: Besser mit den Lebenspunkten haushalten!

Wenn ihr Anregungen oder Vorschläge für mein weiteres Vorgehen habt, euch meine Darstellung gefallen oder komplett verwirrt hat, weil ihr das Spiel nicht selbst vor euch stehen habt, oder ihr euch anderweitig äußern möchtet, freue ich mich, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst.

Spielt schön und bis zum nächsten Mal!

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