Sonntag, 25. Januar 2015

Von falsch verstandenen Spielregeln, mutwilliger Materialbeseitigung und Action-Mau Mau

Am siebten Tage des Januar im Jahre 2015, nach moderner Zeitrechnung. Bahnsinn, Bahnhofsplatz, Hattersheim, Hessen, Deutschland, Europa. Das 2. Zeitalter dieser Welt. 
Ausgepackt und losgespielt. Die Geschichte eines Spieleabends von Laura und ihren Freunden. 
Tja, wo fange ich an? Ach ja! Über Hobbits. 
Alles begann mit dem Verteilen der Geschenke. Zwei wurden dem Geburtstagskind gegeben, bierliebend und der lustigste und begabteste aller Spaßvögel. Drei den Mädels, großen Elementarkünstlerinnen und geschickten Handarbeiterinnen an ihrem Tisch aus Holz. Und ein paar, ein paar Münzen wurden der Bedienung geschenkt, die vor allem anderen nach Trinkgeld strebt.

Keine Sorge, ich erspare euch einen kompletten Bericht in diesem Stil - aber ich wollte einfach schon immer mal einen Text so anfangen... Kommen wir also zu den Spielen dieses Abends:

Quelle: Spiele-Check
Gleich zu Anfang unserer Runde (d.h. natürlich nachdem sämtliche Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke verteilt und ausgepackt waren) packte uns das Retro-Fieber und auf den Tisch kam Sagaland. Natürlich war es bei allen ein paar Jährchen her, dass wir zum letzten Mal auf der Suche nach Hinweisen den Märchenwald durchstreift hatten. Zwar verfügten wir noch über ein erstaunliches Halbwissen bezüglich des Spielablaufs, doch ersparte uns das nicht den ein oder anderen Blick in die Spielanleitung, weil jeder die Regeln ein klein wenig anders in Erinnerung hatte. Da wurde früher stets mit der Summe beider Würfel weitergezogen und nicht mit jedem Würfel einzeln, die Definition von 'Schloss' beinhaltete den Burggraben, der eigentlich um das Bauwerk herum verläuft und wann man sich das Symbol unter einem Baum anschauen durfte und wann nicht, war sowieso Ansichtssache. Wir suchten in der Anleitung verzweifelt nach Antworten zu Fragen, die sich in unserer Kindheit nie gestellt hatten und doch hatten wir eine ganze Menge Spaß dabei, uns auf die Jagd nach den Märchensymbolen zu begeben. Vielleicht sollten wir mal einen ganzen Kinderspiel-Abend einlegen...

Quelle: Queen Games
Thematisch blieben wir bei Königreichen, nur schufen wir bei unserer ersten Partie Kingdom Builder unser eigenes. Das Spiel zu erklären gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht, aber sobald die ersten Häuser auf dem Spielplan gesetzt waren, dämmerte uns, dass die Regeln definitiv kein Hexenwerk sind. Alles in allem kam das Spiel bei uns sehr gut an, gerade der variable Aufbau lädt ja zu weiteren Partien ein. Jedoch ließ uns das stetige Herunterwerfen von diversen Teilen durch Mitspielerin M. aus O. vermuten, dass sie sich unter Umständen unterbewusst gegen das Spiel sträubt. Ihre Erklärung von wegen, sie wolle uns nur ein wenig Bewegung verschaffen, indem wir zu dritt ein Holzhäuschen unter dem Sofa herauszumanövrieren versuchten, klang für mich definitiv nicht überzeugend. 

Quelle: Spiele-Check
Zu guter Letzt sorgten diverse Runden Vampir Mau Mau für große Erheiterung. Allein das Auswählen der schrägen Charaktere gestaltete sich schon sehr unterhaltsam, mit deren Hilfe man im Spielverlauf bestimmte Sonderfähigkeiten nutzen kann (meistens um den Mitspielern Karten aufzubrummen). Wie beim klassischen Mau Mau muss man seine Handkarten als erster loswerden, nur kommen hier noch Werwölfe und der Einbruch der Nacht dazu, welcher sämtliche Charaktere in Monster aller Art verwandelt und zusätzliche Fähigkeiten freischaltet. Das allein peppt den alten Klassiker schon gehörig auf. Richtig spaßig wird es aber erst, wenn man das Spiel um ein paar Regeln erweitert: Je nachdem, welches Symbol der linke Nachbar legt, muss man bestimmte Dinge tun oder sagen. So ist bei einer Spinne ein "Igitt!", bei einem Blutbeutel der Ausruf "Hm, lecker!" nötig, um keine Strafkarte ziehen zu müssen. Ein Pfahl bedeutet dreimal auf den Tisch klopfen, beim Anblick einer Axt muss man sich mit der Hand durch die Haare fahren. Und am Ende "Mau" bzw. "Mau Mau" zu sagen, vergisst man ohnehin fast immer. Wir hatten auf jeden Fall unglaublich viel Spaß damit und es wird wohl auch des Öfteren wieder bei uns auf den Tisch kommen.

So viel also zum ersten größeren Spieleabend des Jahres 2015. Der Bericht von Nummer zwei folgt (hoffentlich) in Kürze.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen