Montag, 26. Januar 2015

Von Glückssträhnen an Namenstagen

Was macht man, wenn erst zwei von vier Spielern am Tisch sitzen und man nicht genau weiß, wann der Rest eintrudelt? Genau, man kramt Speed aus der Tasche, denn das ist als Wartezeitverkürzer einfach optimal. Nicht so optimal war die Tatsache, dass ich keine einzige Runde für mich entscheiden konnte. Ich glaube, mein Hirn hat das rasante Eröffnungsspiel nicht verkraftet und sich in Folge der nächsten zehn Partien selbst zerfleddert. Allerdings sollten sich noch zahlreiche Gelegenheiten bieten, um mein wahres Potenzial an diesem Abend zu entfalten, schließlich war es mein Namenstag und das will schon etwas heißen. Immerhin bedeutet Laura 'Lorbeerbekränzte' bzw. 'Siegerin'...

Quelle: Kosmos
Als unser Vierergrüppchen schließlich vollzählig war, wurde es chaotisch und nichtlustig: Und zwar mit Nichtlustig - noch mehr Laborchaos. Im Grunde ist es eine Fluxx-Variante, jeder muss bei seinem Zug eine Karte ablegen. Wer seine Karten zuerst los wird, gewinnt - es sei denn, jemand hat vorher dafür gesorgt, dass sich die Siegbedingung ändert, sodass man zum Beispiel nur mit drei Karten, auf denen die gleiche Figur abgebildet ist, als Sieger hervortreten kann. Das einzige, was das nichtlustige Spielgefühl ein wenig trübt, ist die Tatsache, dass auf den einzelnen Karten zum Teil recht viel Text steht, den man lesen und sich einprägen muss, damit man nicht verpasst, bestimmte Aktionen zum richtigen Zeitpunkt auszuspielen (beispielsweise wenn ein Mitspieler ein Nahrungsmittel nennt). Durch meinen souveränen Sieg bleibt es mir jedoch durchaus positiv in Erinnerung.

Quelle: Spiele-Check
Es folgte, wie beim letzten Spieleabend mit Sagaland geschehen, eine Klassiker-Episode. Bei Cluedo stürzten sich Fräulein Gloria, Baronin von Porz, Oberst von Gatow und Reverend Grün in die Suche nach dem Mörder. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich Cluedo nie, aber auch wirklich niemals gewinne. Doch offensichtlich besaß ich gutes Karma, denn durch einen etwas unglücklich geratenen Spielzug durch die Baronin von Porz gelang es mir, auch dieses Spiel für mich zu entscheiden. Dass wir, ob der Kürze der ersten Runde, noch eine zweite dranhängten, die ich unglücklicherweise nicht gewonnen habe, ist da wohl kaum der Rede wert oder? 

Quelle: Catan GmbH
Zum Schluss kam endlich wieder die supercoole Jubiläumsausgabe der Siedler von Catan zum Einsatz. Das Schicksal wollte es, dass meine Startsiedlungen von zwei 8er- sowie einem 6er-Feld umgeben waren, sodass ich recht schnell ein Erz- und Getreide-Imperium aufbauen konnte. Schwuppdiwupp wurden aus den Siedlungen Städte, und mit Hilfe der Längsten Handelsstraße und eines Fortschrittskarten-Siegpunktes entschied ich auch dieses Spiel für mich - zum Missfallen meiner Mitspieler, wie ich berichten muss, obwohl ich mir das überhaupt nicht erklären kann...

Alles in allem war es wieder einmal ein sehr vergnüglicher Abend, den wir mit einigen selbst verfassten Gedichten zu einem würdigen Abschluss brachten. Ich bin definitiv motiviert, meine Siegessträhne beim nächsten Mal fortzusetzen, aber vielleicht - nur vielleicht - hat dann ja auch jemand anders Fortuna auf seiner Seite...

Kommentare:

  1. Die Hexe des Nordens

    Grausam war sie und durchtrieben
    Als Kind schon übersät mit Hieben.
    Der Kampf, die große Leidenschaft
    Ist besser noch als Apfelsaft!
    Drum ging er in den Supermarkt
    Und sah 'nen Mann mit Herzinfarkt.
    Die Panik kam, die Not war groß,
    Im Hals entstand ein arger Kloß!
    Welch grausames Spiel wurde hier nur getrieben?
    So schlimm - es ist keiner mehr übrig geblieben.
    Ein schwarzes dunkles Nichts bleibt nur zurück,
    Vergessen jeder Gedanke an Glück.
    So schied er einsam dahin
    Und fand nie mehr den ganzen Sinn.

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    1. Im Nachhinein finde ich's gar nicht mal schlecht, muss ich sagen. Vorausgesetzt, man geht von zwei beteiligten Personen aus und nicht von einer Hexe, die sich plötzlich in einen Mann verwandelt...

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