Montag, 20. Februar 2017

Farb-Fortschritte und eine praktische Palette

Vor genau einer Woche habe ich mich mit meinem Miniaturen-Bemal-Starter-Set eingedeckt. Genau die richtige Zeit also, um einen ersten Zwischenstand durchzugeben.
Meine erste (schmerzhafte) Erkenntnis war die, dass es zwar riesigen Spaß macht, sich fast zwei Tage am Stück nur mit dem Anmalen von Minis zu beschäftigen, das auf Dauer aber eher ungesund für den Nacken ist. Da bin ich wohl immer so tief über meinen Figuren versunken, dass ich vorübergehend einen steifen Hals bekommen habe. 
Deshalb: Von jetzt an stets erhobenen Hauptes pinseln! 
Des Weiteren sollte man sich definitiv bevor und nicht während man anfängt zu malen einen genauen Plan machen, was man wie und in welcher Reihenfolge bepinseln will. Das fand ich als Anfänger gar nicht so leicht, weil ich abwägen musste, zu welchem Zeitpunkt ich mir eher dunkle oder helle Farben bzw. kleine und schwer zugängliche Flächen vornehmen sollte. Zum Glück habe ich aber recht schnell einen für mich guten Ablauf entdeckt. Hier ist das Endergebnis:

Letztendlich habe ich mich für eine Kombination der zwei Soldaten von letzter Woche entschieden, wo ich mir ja noch nicht ganz sicher war wie ich z.B. den Hut gestalte. Mit dem Ergebnis bin ich jetzt sehr zufrieden. Die schwarze Kopfbedeckung sieht auf jeden Fall besser aus als eine gelbe und der Gürtel, den ich einfach so mal dazu gemalt hatte, gefällt mir auch gut. So wirkt es nicht, als würde der Soldat in einem Ganzkörperanzug stecken.

Das Highlight meiner Mal-Woche war aber definitiv die Entdeckung der Nass-Palette. Ich hatte schon ein paar Videos gesehen, wo Leute sie empfohlen hatten, aber ich dachte immer, ach komm, so eine normale Palette reicht doch vollkommen. Falsch gedacht! 
Gerade wenn man wie ich nicht eine Einzelfigur bemalt sondern eine ganze Reihe von gleich aussehenden Soldaten, ist man mit jeder Farbe für sich immer verhältnismäßig lange beschäftigt. Bei der normalen Palette kam ich irgendwann in einen 'Nachfüllzwang', weil die Farbe irgendwann auf der Palette angetrocknet war. Die Nass-Palette dagegen sorgt dafür, dass die Farben über mehrere Stunden ihre Konsistenz behalten und man noch mit ihnen malen kann. Eher unspektakulär, aber so sieht sie bei mir aus:

Sie besteht aus dem Deckel einer Eispackung, einem ordentlich in Wasser getränkten Streifen Küchenrolle und einem auf die passende Größe zugeschnittenen Stück Backpapier. Trägt man die Farben dann auf die Nass-Palette auf, gelangen winzige Mengen Wasser durch das Backpapier nach oben und halten die Farbe feucht, sodass man für einen langen Zeitraum auf sie zurückgreifen kann, wenn man sie später nochmal z.B. zum Ausbessern irgendwo braucht. Ich kann sie wirklich nur empfehlen, vor allem weil sie sich so leicht aus Haushaltsgegenständen basteln lässt. Wie seht ihr das? Arbeitet ihr mit einer Nass-Palette?

Das war's auch schon wieder von mir. 25 von 40 gelben Risiko-Infanteristen sind mittlerweile fertig, sobald ich alle geschafft habe, gibt es natürlich ein Foto dazu. Bis dahin danke für's Reinschauen und Lesen und bis zum nächsten Mal!

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